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Forum: Technik und Vermessung

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Thema: Sagex im Mast erneuern
stefanocapone stefanocapone #4 | 02.12.2017 17:42:24 Hallo Michael,

ich gehe nach wie vor davon aus, dass das nicht notwendig ist.

Die Nieten kannst du vorsichtig mit einem scharfen, neuen Bohrer aufbohren. Achte bitte auf die richtige Größe, um Mast und Mastteilung dabei nicht zu beschädigen. Die Trennung kann man dann, je nach Verschmutzungsgrad im Mast einfach rausziehen. Der Mast hat ein durchgehendes Profil. Die Kerne sind mit Sicherheit etwas verklemmt und schwer rauszubekommen. Im Baumarkt gibt es spezielle Dübel für Fassadendämmungen (sehen aus wie Riesenschrauben aus Kunststoff). So einen befestigst du auf einem Besenstiel und so solltest du die rausbekommen. Danach sind sie aber zum wegschmeißen. Das Einnieten der Masttrennung ist fummelig, wie gesagt und unbedingt musst du die Original-Nieten verwenden. Die neuen Kerne kannst du davor einfach reinschieben. Ganz wichtig: unbedingt die Nieten vor dem Einnieten in neutral(!) vernetztem Silikon, z.B. aus dem TOPCAT Zubehör wälzen. Bei den Nietlöchern ist die Eloxalschicht des Masts beschädigt und deshalb müssen diese Oberflächen mit Silikon wieder verschlossen werden, damit an dieser sensiblen Stelle nichts korrodiert.

Ersatzteilzeichnungen: http://www.topcat.de/downloads/TOPCAT_K1_Spareparts_2015.pdf

Die Bestellnummern der Nieten musst du ggf. in der Werft erfragen, die müssen in der Regel eben nie ausgetauscht werden.

Tip: schnall dir das Mastteil auf den Dachträger, und wenn du das nächste mal in der Nähe von München bist, lässt du das schnell für kleines Geld in der Werft für dich machen. Die haben alle Teile und das passende Werkzeug. Voranmeldung empfehlenswert.

Beste Grüße

Stefan
Lord-Sinclair #3 | 30.11.2017 17:18:12 Hallo Stefan,

vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Das der kleine Wasserball als Auftriebshilfe ein Sicherheitsrisiko sein kann, ist uns bewusst. Jedoch ist unsere Revier so klein, dass man das Ufer schwimmend immer gut erreichen kann und es ist war auch nur eine Notlösung... Allerdings hat diese uns genug Sicherheit vermittelt, um unsere Technik beim Aufrichten zu optimieren. Das klappt nun schon viel schneller und besser.

Allerdings würde ich schon gerne den oberen Teil vom Mast mal kontrollieren...
Wenn ich die Nieten der Masttrennung ausgebohrt habe, kann ich dann, ohne größere Hilfsmittel, diese aus dem Mast ziehen?

LG Michael
stefanocapone stefanocapone #2 | 26.11.2017 23:05:25 Hallo Lord-Sinclair,

es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Storoporkerne vergammelt sind. Sie sind aus Kunststoff und UV-Licht kommt keines heran. Falls du die doch tauschen möchtest, kannst du die genaue Länge beim Bestellen in der Werft erfragen, ich glaube 3 Stück reichen. Wichtig ist dabei, dass du die Masttrennung ausbauen musst. Die wieder einzunieten ist eine ziemliche Fummelei und du musst unbedingt die Originalnieten von TOPCAT verwenden. Baumarktqualität reicht nicht und führt zu Korrosion, die dich den Mast kosten kann.

Es ist normal, dass in einem geteilten Mast nach dem Kentern Wasser ist. Insbesondere nach dem Durchkentern. Das sollte dann einfach unten aus dem Loch am Mastfuß wieder herauslaufen. Geteilte Masten haben deshalb auch keine Lenzschraube, obwohl das Gewinde im Loch eingeschnitten ist (Gleichteil zum ungeteilten Mast).

Ich vermute, dass Ihr eure Technik beim Aufrichten noch perfektionieren könnt. (Annahmen: Normalgewichtige Crew, Rümpfe dicht, kein Extremwetter) Bevor ihr mit dem Aufrichten beginnt, alle Schoten los und Boot in den Wind drehen (Gewicht ganz nach vorne an die Rumpfspitzen), dann geht es sehr viel einfacher. Mit etwas Gewicht problemlos. Beim Durchkentern gilt das Gleiche. Schoten los. Dann Aufrichtleine mit einem Tampen etwas verlängern (Palstek oder Schotstek an Auge der Aufrichtleine, zur Not tut's auch die Fockschot). Und dann Gewicht ganz schräg nach Hinten, optimalerweise steht Ihr beide vorsichtig auf der Kielfinne des Leerumpfs. Das Boot dreht sich dann fast automatisch in die Seitenlage und kann normal aufgerichtet werden.

Vorsicht mit Zusatzauftrieb am Masttop. Ein Cat muss aus Sicherheitsgründen durchkenterbar sein. Beispielsweise, wenn ein Crewmitglied verletzt im Wasser treibt und starker Wind den Cat mit Trampolin als Segelfläche stark abtreibt, oder bei überraschenden Sturmböen, die man "kieloben abwettern" kann.

Mast und Schotbruch!

Stefan
Lord-Sinclair #1 | 15.09.2017 16:24:58 Hallo Zusammen,
ich brauch da mal ein paar Tipps...

Seit einigen Monaten bin ich stolzer Besitzer eines Spitfire/K1 mit Streamcut-Segel. Der Kat ist hervorragend gepflegt und man sieht ihm sein Alter (Bj. 1990) nicht an, zumal viele Teile immer wieder erneuert wurden...

Jedoch, hatten wir (meine Frau & ich) beim ersten kentern Schwierigkeiten den Kat wieder aufzurichten. Erst zu dritt gelang es uns dann. Kurze Zeit später kenterten wir erneut und leider auch kpl. durch... Ein aufrichten war selbst zu dritt nicht mehr möglich... Wir trieben Richtung Ufer, da bekamen wir Ihn hoch als die Mast Bodenkontakt bekam.

Nach einer Woche bemerkten wir, dass im Mastfußbereich Feuchtigkeit stand (trotz anhaltendem Sonnenschein). Also vermutlich Wasser im Mast. da keine Ablassschraube vorhanden war, diese kurzer Hand gebohrt. Und siehe da, es kam reichlich Wasser geflossen.

Da es ein geteilter Mast ist, gehe ich also davon aus, dass das Sagex ausgetauscht werden muss (falls überhaupt vorhanden).

Nun zur Frage: Da Mast/Masttop verschweißt sind, geht es nur im Bereich der Mastverbindung. Dort sind Nieten, die kann ich ja ausbohren... Lässt sich dann der "Verbinder" problemlos rausziehen und das Sagex austauschen???
Hier brauch ich eure Tipps, wie man da am Besten vorgeht.
Wie viele Sagexteile a' 1m braucht man?
was benötigt man noch an Ersatzteilen?
Ist es sinnvoll, auch den unteren teil mit Sagex zu füllen, wenn ja wie viele braucht man dafür...

Bin ja mal gespannt, ob ich das hin bekomme...

Ach ja, z.Zt. habe ich mir eine kleinen Wasserball als Auftrieb an den Mast gemacht. Das hilft schonmal :wink:

Liebe Grüße
Michael :smile:



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